Zwischen Sakralbau und Alltag
Der viergeschossige Baukörper entwickelt sich aus einem klar formulierten städtebaulichen Konzept, das den Kirchpark, den Innenhof und die gemeinschaftlichen Nutzungen zu einem zusammenhängenden räumlichen Gefüge verbindet. Ein öffentlich zugänglicher Sockel mit grosszügigen Veranstaltungsräumen bildet die Basis und definiert eine gemeinschaftliche Mitte unter freiem Himmel.
Das Haus Navan trägt den Namen des irischen Geburtsorts des heiligen Kolumban und nimmt konzeptionell Bezug auf die benachbarte Pfarrkirche St.Kolumban. Die Freiraumgestaltung verknüpft den Innenhof mit den umliegenden Stadträumen und stärkt das Ensemble mit dem benachbarten Stadthaus Seehof.
Im Hauptsaal findet das konservierte und wiedereingebaute Fresko «Schöpfung» von Ferdinand Gehr seinen neuen Ort. Ein Team von Spezialisten hat das 1962 geschaffene, rund 8 Meter breite, 3 Meter hohe und etwa 20 Tonnen schwere Kunstwerk erfolgreich in das Gebäude zurückgeführt und präzise in die Architektur integriert.
In den Obergeschossen entstehen 16 Mietwohnungen in den Typologien 3.5-, 4.5- und 5.5-Zimmer. Zwei vertikale Erschliessungskerne mit Treppen und Liftanlagen organisieren die Wohngeschosse effizient und gewährleisten eine klare Adressbildung.
Die sandfarbene Klinkerfassade sowie die markanten offenen Loggien im Dachgeschoss prägen den architektonischen Ausdruck und verleihen dem Gebäude eine ruhige, eigenständige Präsenz im städtischen Kontext.
- Bauherrschaft/Auftraggeber
- Katholische Kirchengemeinde Region Rorschach
- Umfang
- Neubau
- Nutzung
- Wohnen, Gemeinschaftsräume, Archivräume
- Projektphase
- Ausführung
- Fertigstellung
- 2025
- Geschossfläche (SIA 416)
- ca. 1800 m²
- Gebäudevolumen (SIA 416)
- ca. 14500 m³
- Projektteam
- Dario Weinhandl, Désirée Göschler, Ronnie Ambauen, Dominik Österlein
- Projektleitung Entwurf
- Ronnie Ambauen
- Fotos
- Can Isik